Drohender Datenverlust, was Anwender ignorieren. Datenretter berichten.

Letzte Woche haben wir über Früherkennung eines drohenden Datenverlusts geschrieben. Wie der Anwender die ersten Warnhinweise erkennt und kein Risiko für seine Daten eingeht.

Wohlgemerkt, wir reden von dem verantwortungsvollen Anwender. Die zweite Spezies, der Hardcore Anwender wird alle beschriebenen Hinweise als Kinderkram abtun und weiter arbeiten. Datenretter haben uns erzählt, was dabei so alles passiert.

Die Festplatte „schreit und pfeift“….

Schrille hochfrequente Töne von einer Festplatte ? Für viele kein Grund einen Datenretter einzuschalten. Gerne werden Notebook Festplatten mit diesen hohen Tönen weiter im Betrieb gehalten und mit Datenrettungsprogrammen gescannt. Dass hochfrequente Geräusche auf einen mechanischen Defekt hinweisen, wird ignoriert.

Die Laufgeräusche sind erhöht…

Durch Überspannung beschädigte Elektronik

Aktuelle Festplatten sind sehr leise. Dank Low Noise Technologie sind die Motoren kaum noch hörbar, das lauteste Geräusch welches der Anwender am Notebook oder PC wahrnimmt ist der thermisch gesteuerte Lüfter.

Wird die Festplatte „laut“, nimmt der Geräuschpegel zu,  ist das ein Hinweis aus einen sich anbahnenden Festplattendefekt. Es gibt Anwender, welche die steigende Geräuschkulisse erfolgreich ignorieren. Die beim Datenretter abgelieferten Festplatten klingen dann wie Alarmsirenen. Auf dem Begleitschein schreibt der Anwender „Auffälligkeiten – keine.“

Die Festplatte klackert…

Der Klassiker. Die Festplatte fägt an durch laute, klackernde Geräusche in rhythmischer Abfolge auf sich aufmerksam zu machen. Auch mit irgenwelchen Tools geht nichts mehr. Geht diese Platte jetzt endlich zum Datenretter ? Nein.

Die Festplatte geht in den Kühlschrank. Ein Aberglaube aus der Steinzeit der Computerei. Also so aus den 70er, 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Dieser Aberglaube hält sich und geistert weiter duch die Foren. Wir haben dieses Thema in einem unseren früheren Artikel bereits beschrieben.

Die Festplatte qualmt und stinkt…

Ein Kurzschluss. Eine Überspannung. Kann passieren. Nichts wildes eigentlich.

Aber es gibt Anwender, die entgegen aller Vernunft,  jetzt nochmal Strom auf die defekte Festplatte geben. Noch einmal und noch einmal. Weil irgendwann muss es doch wieder gehen.

Denkste. Es stinkt und qualmt weiter. Und es beschädigt die Festplatte weiter.

Bei diesen beschriebenen Symptomen, die nur eine kleine Auswahl sind, muss die Festplatte abgeschaltet werden. Eine weitere, erneute Inbetriebnahme, verbietet sich von selbst.

Diese Festplatten sind ernsthaft beschädigt und müssen zwingend zum Datenrettungslabor. Nicht zum Händler. Nicht zum guten Freund oder zum selbsternannten Spezialisten.

Denn, was diese selbsternannte Spezialisten so alles anrichten lesen Sie nächste Woche auf datenrettungblog.com:

Datenrettung, die falschen Spezialisten.

2 Gedanken zu „Drohender Datenverlust, was Anwender ignorieren. Datenretter berichten.

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  • 15. Juli 2010 um 14:03
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    Wirklch sehr informativ! Werde aufjedenfall wieder kommen. Danke fuer den Beitrag.

    Gruss
    Andres

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