Sollten wir US Clouds meiden?

Wer sich Gedanken um die Sicherheit seiner Daten in der Cloud macht, der sollte sich überlegen US Clouds zu meiden. Er könnte den Wechsel vornehmen, und als Alternative nach einem europäischen Anbieter suchen.

Microsoft Cloud Dienste in Deutschland. Bild: Microsoft

Der bisherige Datenschutz der US Cloud Anbieter könnte aufgeweicht werden, wenn Präsident Trump seine Ankündigungen umsetzt. Kurz nach der Amtseinführung gab der Präsident eine Exekutive Order zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit heraus. Diese legt den Verdacht nahe, dass Anwender ohne US Staatsbürgerschaft zukünftig von den amerikanischen Datenschutzbestimmungen ausgenommen werden könnten.

Da Trump mehrfach angekündigt hat, dass der Datenschutz zur Disposition stehen werde, wenn es den US staatlichen Interessen nutzt, sollte man die Angelegenheit ernst nehmen. Die Frage ist, wie lange die zwischen der EU und den USA vereinbarten Datenschutz Richtlinien noch Bestand haben werden.

Es ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen besser vorzusorgen, als beim Eintritt des Ernstfalls in Aktionismus zu verfallen. Das Computermagazin CT hat dazu einen Artikel veröffentlicht, den man auf Heise Online nachlesen kann. Google, Apple und Co sollten, so lange die Administration in Washington einen riskanten Kurs fährt, mit einem gesunden Misstrauen beobachtet werden.

EU Cloud Anbieter vorziehen

Als Alternative bieten sich europäische Anbieter an, deren Cloud im EU Raum platziert ist. Es gibt eine gewisse Auswahl, aber auch da sollte man die Angebote kritisch hinterfragen. Microsoft betreibt seine Cloud von deutschen Servern aus, was als vorbildlich anzusehen ist. Als Treuhänder fungiert die deutsche Telekom. Gut könnte man sagen, da aber meldete Heise schon vor Jahren eine gewisse Nähe zum BND.

Ohne Cloud ist unser Wirtschaftsleben und der Datenverkehr nicht mehr vorstellbar. Die US Regierung könnte die weitere Entwicklung der Cloud Anbieter behindern und ihr Geschäftsmodell in Frage stellen. Vor diesem Hintergrund ist Misstrauen nicht unangebracht, und vielleicht sollten wir in Zukunft etwas kritischer prüfen, was wir alles in die Cloud verlagern.

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