Cyberattacken setzen Banken unter Druck

Der Trend zum Mobile Banking birgt eine wachsende Zahl neuer Gefahren. Cyberattacken setzten der IT Infrastruktur von Banken zu. Die investieren dreimal mehr in die IT Sicherheit als andere Branchen. Trotzdem hat die Mehrzahl der Banken Verluste durch Angriffe zu verzeichnen.

Cyberattacken auf Finanzinstitute und andere Branchen im Vergleich. Quelle: Kapersky

70 Prozent der Banken mussten bereits durch Finanzbetrügereien einen Geldverlust ihrer Kunden beklagen. Die durchschnittlichen Kosten wurden dabei mit 1.446 US-Dollar für Privat- und 10.312 US-Dollar für Geschäftskunden angegeben.

Der neuen Studie der Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab lässt sich entnehmen, dass die IT Sicherheitsaufwendungen im Finanzbereich höher sind als in anderen Branchen. So geben Banken aufgrund von Attacken gegen die eigene Infrastruktur sowie gegen die Kundenbasis dreimal so viel für Cybersicherheit aus wie ähnlich große Organisationen aus dem Nicht-Finanzbereich.

Zudem wollen 64 Prozent der befragten Banken mehr in die Verbesserung ihrer IT-Sicherheit investieren, um staatlichen Regularien sowie den wachsenden Anforderungen des Topmanagements und der Kunden zu entsprechen.

Social-Engineering-Attacken gegen Bank-Accounts

Laut der Kaspersky-Studie gehen 42 Prozent der Banken davon aus, dass die überwiegende Mehrheit ihrer Kunden in den kommenden drei Jahren mobiles Banking nutzen wird, auch wenn sie zugeben, dass Nutzer generell zu sorglos in ihrem Online-Verhalten agieren. Auch gibt knapp die Hälfte der befragten Banken (46 Prozent) zu, dass ihre Kunden häufig von Phishing-Attacken betroffen sind. Ein Trend, der kürzlich auch von den Experten von Kaspersky Lab bestätigt wurde.

Banken haben das Problem erkannt und gehen dediziert gegen Phishing- beziehungsweise Social-Engineering-Attacken vor. Immerhin bei 61 Prozent der befragten Organisationen genießt die Sicherheit von Apps und Webseiten für Kunden hohe Priorität, gefolgt von der Implementierung komplexerer Authentifizierungs- und Verifizierungsverfahren, die bei 52 Prozent der Befragten hohe Priorität genießt.

Mehr zielgerichtete Attacken gegen Banken

Finanzinstitutionen sind laut der Studie im Vergleich zu Organisationen aus anderen Branchen häufiger von zielgerichteten Attacken und Malware-Vorfällen  betroffen, auch wenn sie im Vergleich generell weniger Sicherheitsvorfälle berichteten. Mehr als jede vierte Finanzorganisation (26 Prozent) hatte bereits eine zielgerichtete Attacke zu beklagen.

Die Entdeckung ungewöhnlicher und potenziell gefährlicher Aktivitäten in Kombination mit scheinbar unsichtbaren Angriffen erfordert das Zusammenspiel fortschrittlicher Lösungen – wie zum Beispiel Kaspersky Anti Targeted Attack – und erweiterter Security Intelligence. 59 Prozent der von Kaspersky befragten Finanzinstitute sind noch nicht bereit, externe Threat Intelligence in die eigene Cybersicherheitsstrategie mit einzubeziehen.

Die unterschätzte Gefahr: Cyberattacken gegen Geldautomaten

Neben der IT-Infrastruktur und den Online-Banking-Prozessen auf Kundenseite, sind auch Geldautomaten für Kriminelle ein lohnendes Ziel. Allerdings zeigt die Kaspersky-Studie, dass nur 19 Prozent der Banken sich Gedanken um Attacken gegen Geldautomaten machen, auch wenn die Anzahl von Schadprogrammen, die sich explizit gegen Geldautomaten-Infrastruktursysteme richtet, im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent angestiegen ist

Ein Gedanke zu „Cyberattacken setzen Banken unter Druck

  • 16. März 2017 um 12:07
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    Da fehlt einfach die Sensibilität Gefahren zu erkennen. Wer hinterfragt das alles schon ernsthaft?

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