Daten retten mit Kernel Windows Recovery

Es gibt viele Möglichkeiten für den Datenverlust. Und es gibt viele Anbieter von Software für Datenrettung. Heute im Test: Kernel Windows Recovery. Wir testen die Software für den Heimgebrauch, die es für unter 50,00 € zu kaufen gibt. Die nochmals umfangreicher ausgestattete Version für Techniker ist für rund 200,00 € auf dem Markt zu haben.

Der Quick Scan ist die schnellste Option

Der Download der kostenfreien Testversion von der Herstellerseite ist schnell erledigt. Bei der Installation fragt Kernel Windows Recovery nach dem Lizenzcode. Wir haben also bereits jetzt eine, wenn auch noch nicht lizenzierte, Vollversion auf dem Rechner. Wer eine Lizenz erworben hat, der kann jetzt den Code zur Freischaltung einfügen. Wer vorher testen möchte was die Software kann, der kann im Testmodus weiter fortfahren und später den Code erwerben.

Die Software bietet 3 Modi zur Auswahl. „Quick Scan“ ist für leichtere Fälle des Datenverlusts, etwa dann, wenn Daten versehentlich gelöscht wurden. Hinter „Extensiv Scan“ verbirgt sich der Intensiv Modus, wenn das Betriebsystem in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und „File Trace“ ist für die sehr schweren Probleme ein Scan im Sektormodus.

Daten retten im Quick Scan Modus

Für die meisten Anwender dürfte der „Quick Scan“ Modus von Kernel Windows Recovery ausreichen. Die Bedienoberfläche ist einfach und selbsterklärend. Man wählt das gewünschte Laufwerk, aktiviert den Scan und sieht am Fortschrittsbalken den Verlauf. Der Scan ist schnell, das Ergebnis wird traditionell mit einem Verzeichnisbaum dargestellt. Eine Vorschau Funktion für alle gängigen Dateiformate zeigt das Ergebnis.

Kernel Windows Recovery im Extensive Scan

Hat der Quick Scan Modus nicht das gewünschte Ergebnis gezeigt, dann steht in der nächsten Stufe der Extensive Scan zur Verfügung. Hilfreich dann, wenn die Festplatten nicht mehr lesbar ist, und ernstliche Schäden der Dateistruktur vorliegen. Bis zum Ergebnis kann es, je nach Größe des Datenspeichers, etwas dauern. Man sollte also geduldig sein und Zeit einplanen. Im Ergebnis zeigt Kernel Windows Recovery mehrere mögliche Konfigurationen die aus den gefundenen Parametern und MFT Files errechnet werden.

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Man kann die Konfigurationen aufrufen und testen, auch hier steht eine Vorschau zur Verfügung. Hilft auch dieser Scan Modus nicht weiter, dann kann man sein Glück im „File Trace“ Modus versuchen. Dieser Scan läuft aber sehr lange und ist als letzte Hilfe für das zu verstehen, was man als Anwender unternehmen kann.

Natürlich sollte man mit dieser Software nicht auf ernsthaft beschädigten Festplatten und SSD`s arbeiten. Auch wenn die Versuchung groß sein sollte, hier muss einfach die Vernunft siegen und ein Datenretter zu Rate gezogen werden.

Schnelle und stabile Datenrettung Software

Für alle anderen Problem ist Kernel Windows Recovery gut geeignet. Die Software arbeitet von Windows XP aufwärts mit allen aktuellen Systemen und auf allen bekannten Festplatten und SSD. Sie ist extrem einfach zu bedienen und gibt keine Rätsel auf. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sie sehr schnell und stabil einzusetzen ist. Die Testversion ist kostenfrei als Download verfügbar. Der reguläre Preis liegt bei 69,00 US Dollar, eine aktuelle Aktion drückt den Preis auf unter 50,00 €. Das ist preiswert, weil auch die leichte Bedienung ohne unnötige Optionen für den Einsatz spricht.

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