Datenrettung: Das Märchen der kostenlose Analyse (Reload)

Es ist mittlerweile unglaublich 3 Jahre her. In einem Artikel habe ich mich mit dem Problem der angeblich kostenfreien Analyse bei der Datenrettung beschäftigt. Die Idee war, etwas mehr Transparenz in die Geschäftsabläufe zu bringen. Denn immer wieder werden Kunden aus einer Notlage, dem Datenverlust, heraus geködert und das böse Erwachen folgt wenig später.

Gut erkennbar sind die Rillen, die die Köpfe in die Oberfläche der Festplatte "gefressen" haben.
Defekte Festplatte: Gut erkennbar sind die Rillen, die die Köpfe in die Oberfläche der Festplatte „gefressen“ haben.

Was hat sich in den letzten 36 Monaten geändert? Die Antwort ist eindeutig: Nichts. Da gibt es die eine Firma in Köln, die ich schon vor drei Jahren beschrieben habe. Sie bietet eine kostenlose Analyse an, die keine ist. Kurz nach der Einsendung erfährt der Kunde, dass die Köpfe der Festplatte defekt sind. Scheinbar ist das bei allen Platten so die nach Köln gehen und der Kunde wird aufgefordert zwischen 300,00 bis, so in den letzten Wochen passiert, mehr als 1000,00 Euro für einen Tausch der Köpfe zu bezahlen. Dann geht die ja eigentlich kostenlose Analyse weiter und eventuell hat der Kunde dann eine Chance seine Daten zu bekommen. Ein starkes Stück, denn nachweisbar wurde bei anderen Datenrettern in sogenannten Zweitanalysen festgestellt dass dort mit falschen Behauptungen oder, nett gesagt, Fehldiagnosen gearbeitet wird.

Spiel der Einsender nicht mit, wird man massiv. Das Vorgehen ist unerfreulich und irgendwie frustrierend. Wer seine Daten in gute Hände geben will, der sollte unsere Empfehlungsliste zu Rate ziehen. Auch hier hat sich in den letzten Jahren im positiven Sinne nichts geändert, eventuell werden wir demnächst ein weiteres Unternehmen hinzufügen. Dass der Artikel über angeblich kostenfreie Analysen von vor fast 3 Jahren immer noch Gültigkeit hat, hinterlässt hingegen einen bitteren Beigeschmack.

2 Gedanken zu „Datenrettung: Das Märchen der kostenlose Analyse (Reload)

  • 9. September 2013 um 22:55
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    Das Problem ist der Laie. Er glaubt er kann mit freier Software wie Pandorra was reißen. Echte Datenrettung schafft nur der Experte. Habe es selber erlebt.

    lg wolfi

  • 10. September 2013 um 13:01
    Permalink

    Wir hatten unsere ganzen Daten durch einen entsprechend schwerwiegenden Festplattendefekt wiederherstellen lassen müssen. Ohne professionelle Hilfe geht da nichts mehr. Finger weg von Selbstversuchen. Dieser Blog sollten allen professionellen Kräften eine Bestätigung sein. Gute Datenrettung kostet nun auch einmal etwas.

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