Datenrettung Festplatte Sturz Teil 1/4

Festplatte nach Sturz
Festplatte nach Sturz

Fast jeder hat eine. Externe Festplatten sind im Trend. Fotos, Filme, Dokumente, transportabel, preiswert und immer mobil.

Wenn eine Festplatte herunterfällt gehen oft Daten verloren. Eine Datenrettung wird benötigt, die nicht immer preiswert oder erfolgreich sein kann, denn oft verhindern Anwender aus Unwissenheit mit falschem Verhalten die erfolgreiche Rettung. Was Sie im Falle eines Falles unbedingt wissen sollten, lesen Sie diese Woche in unserem vierteiligen Dossier über gefallene Festplatten.

Datenrettungsfirmen werben mit einer relativ hohen Wiedeherstellungsquote bei beschädigten Festplatten. Von 80 % bis hin zu 90 % als Erfolgsquote ist da die Rede.

Bei gefallenen Festplatten sieht das Erfolgsbild nicht so gut aus. Hier gibt es besonders große Unterschiede. Während der eine Festplattentyp nur eine Erfolgsquote von 20 % bis maximal 30 % aufweist, sind wir bei anderen Modellen schon wieder bei fast 90 %. Woran liegt es ?

Die vier wichtigsten Faktoren zur Datenrettung, oder auch zur Vermeidung von Datenverlust bei externen, gefallenen Festplatten. Datensicherheit beginnt schon beim richtigen Kauf.

Faktor Eins: Der Kauf.

Die richtige Kaufentscheidung, die Wahl des besten Produkts beinflusst die erfolgreiche Datenrettung nach dem Sturz erheblich. Welche mobile externe Festplatte haben Sie im Gebrauch ? Ein 3.5″ 2.0 TB Datenmonster oder eine kleine schlanke 500 GB 2.5″ Notebokfestplatte ?

2.5″ Festplatten sind für den mobilen Einsatz in Multimedia Geräten oder Notebooks ausgelegt. Diese Festplatten verfügen über viele Features, die im Sturzfall einen Datenverlust vermeiden, oder eine Datenrettung möglich machen. Einige Notebookplatten verfügen über einen sogenannten Free-Fall Sensor. Der Sensor erkennt, dass sich das Medium im Sturz befindet und parkt innerhalb von weniger als 200  Millisekunden die Köpfe. Ein Datenverlust oder eine schwere Beschädigung kann so verhindert werden.

Notebookfestplatten verfügen, je nach Hersteller über Shock Guard Technik, die die Oberfläche und die Lesemechanik vor Schäden im täglichen Betrieb oder beim Versand oder Transport schützt. Ganz klar, Festplatten die für den täglichen, mobilen Gebrauch ausgelegt sind haben einen erheblich besseren Schutz bei Stürzen und auch bei der Datenrettung eine erheblich höhere Erfolgsquote als andere Festplatten zu erwarten.

Gerade im Segment mobiler 2.5″ Festplatten gibt es eine Fülle von Spezialgehäusen, die gegen Stoss, Schmutz oder Wasser schützen können. Die Datensicherheit durch den Einsatz solcher Gehäuse wird optimiert.

Desktopfestplatten sind, wie der Name schon sagt, für den stationären Desktopbetrieb ausgelegt. Die Idee, diese Festplatten in mobile Gehäuse zu verbauen und in großen Stückzahlen als mobile, externe Medien zu verkaufen ist, aus technischer Sicht, eine sehr schlechte.

Eigentlich sollte man diese externen Festplatten auf dem Schreibtisch festgedübeln und nicht bewegen. Denn für Bewegung wurden diese Laufwerke nicht gebaut. Desktop Festplatten sind für den stationären Einsatz in einem PC oder einem Server entwickelt worden und verfügen über keine Free-Fall  Sensoren oder Shock Guard Technologie. Die Gehäuse sind meistens billigster Bauart, nur ganz selten findet man Gehäuse mit gepufferter Aufhängung die wenigstens minimalsten Schutz bieten würde.

Das Talent dieser Desktop Festplatten einen Sturz unbeschadet zu überstehen, gleicht dem Talent eines Ziegelsteins zur Flugakrobatik. Gleich Null nämlich.

Ergebnis Faktor Eins: Klare Pluspunkte für mobile Notebookfestplatten beim Sturz und eventueller Datenrettung. Die rote Karte für alle 3.5″ Festplatten im externen Gehäuse. Falsche Technik, falscher Einsatzbereich

Weiterlesen, der zweite Teil: Faktor Zwei: Der Sturz

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