Ein bekannter Dauerbrenner auf unserem Blog sind die Firmen von Fields Data Recovery, in Deutschland bekannt unter Daten Phoenix, IT-Service24, Daten Klinik, Pro Datenrettung und anderen Marken. Auch hinter den Internetauftritten von headcrash.net oder Datenrettungs Service bzw. datenrettung-raid.com steht ein Vermittler für Fields Data Recovery.
Ein netter Mensch hat uns den Link zu einem Bericht des c’t Magazins geschickt, den wir gerne weitergeben wollen. In der Reportage wird recht treffend die Geschäftspolitik von Daten Phoenix bzw. Daten Klinik beschrieben.
Worum es geht:
Ein Anwender sendet seine Festplatte zu IT-Service24, bzw. Daten Phoenix nach Berlin. Statt, wie auf der Website vollmundig beworben, das Versprechen der kostenlosen Diagnose bis zur Wiederherstellung einzuhalten, muss der Anwender 240,00 € für neue Schreib-Leseköpfe bezahlen. Dann nochmal 800,00 € für die Daten. Von den Daten funktioniert allerdings nur ein kleiner Bruchteil, so steigt der Frust des Anwenders.
Mehr als 1000,00 € sind weg, dafür nur 5 funktionierende Film Dateien erhalten, der Rest ist Schrott.
Ein Reporter des c’t Magazin klärt auf: Datenphönix hat keine Labors und keine Reinräume in Deutschland. Auch Daten Klinik nicht und auch nicht Pro Datenrettung und so weiter. Leser auf unserem Blog wissen dass. Aber es ist schön, das nochmal von anderer Seite zu hören.
Nachdem der ganze Zauber öffentlich wurde entwickelte der Anbieter hektische Betriebsamkeit. Eine forensische Abteilung wurde eingeschaltet, mysteriöse Tiefenscans durchgeführt und anderer Klamauk um zu retten was nicht mehr zu retten war.
Die Webseiten von IT-Service24 verschwanden plötzlich und erlebten eine kosmetisch überarbeitete Wiedergeburt als Daten Phoenix. Gleiches Konzept mit minimalen Änderungen. Mit kleinem Zusatz in den AGB “Wir haben kein Labor und keinen Mitarbeiter in Deutschland”. Aber nach wie vor so gut versteckt, damit kein Kunde es merkt. Phoenix aus der Asche eben.
Britischen Humor beweist der Manager von Daten Phoenix. Lediglich aus Marketing Gründen erscheine man als deutsches Unternehmen, sagt er. Davon erhoffe man sich mehr deutsche Kunden. Klasse.
Dazu wünschte die Hotline von Daten Phoenix dem Anwender viel Glück beim Eintreiben seiner berechtigten Forderungen in England. Ohne den Einsatz des c’t Magazin hätte der Anwender mehr als 1000,00 € für wenig Gegenleistung hingelegt und nicht zurückbekommen. Oder der Prozess wäre sehr lange und teuer geworden. So der Bericht.
Analyse bei Daten Phoenix: Nicht kostenfrei, sondern bis zu 400,00 € teuer.
Datenrettungblog.com weist seit langem auf diese Geschäftspraktiken hin, die in dieser Art immer weiterlaufen. Wir bekommen jede Woche Mails von Anwendern die Geld nach England überwiesen haben und keinen, oder wenig Gegenwert erhalten.
Die in dem Beitrag gennanten 240,00 € scheinen die Untergrenze für eine “kostenfreie” Daten Phoenix Analyse zu sein. Aktuell werden bis zu 400,00 € verlangt für Positionen wie Reinraum Nutzung, Ersatzteile und anderes. Die Zahlungen gehen immer nach England, bei den anderen Firmierungen wie der Daten Klinik in Köln ist das Verhalten identisch.
Festplatte wirklich ins Ausland geben ?
Seien Sie misstrauisch ! Man sollte diesen Schritt gut überlegen. Nicht alle Labors im Ausland haben die gleichen merkwürdigen Geschäftspraktiken wie die der Fields Recovery Gruppe. Dennoch, überlegen Sie gut, bevor Sie Ihre kostbaren Daten an ausländische Anbieter geben. Ansprüche, auch innerhalb Europas durchzusetzen ist schwer und teuer. Noch schwieriger wird es im Nicht-EU Ausland, in der Schweiz etwa. Ein findiger Datenretter aus Berlin, der mit extrem niedrigen Preisen wirbt hat dorthin den Firmensitz verlegt.
Seien Sie vorsichtig bei extrem niedrigen Preisen. Keiner verschenkt etwas. In der Datenrettungsbranche schon gar nicht. Denn Labors und Reinräume müssen unterhalten werden, neue Investionen permanent getätigt werden.
Unser Blog versucht zu informieren und schlägt Ihnen getestete und seriöse Datenretter vor. Nutzen Sie unsere Informationen, denn Sie haben nur eine Chance beim Datenverlust.
Den Beitrag des CT Magazin “Video: Vorsicht Kunde! – Teures Versehen – Falsche Versprechen bei der Datenrettung” können sie auf der Website des Heise Verlags ansehen.
Quellen: Video und Bildschirmausschnitt sind Eigentum des c’t Magazin bzw des Heise Verlags oder der Readktion des c’t Magazins beim Hessischen Rundfunk.



[...] Vorsicht Daten Phoenix ? Erfahrungsbericht. [...]
[...] Diese Firmen sind alte Bekannte auf unserem Blog, in der Presse wurde in der Vergangenheit sehr oft über diese Firmen berichtet. Artikel über die deutschen Ableger von Fields Data Recovery wurden von der Financial Times Deutschland veröffentlicht oder auf WDR 2 ausgestrahlt. Auch das CT Magazin und HR3 haben eine Beitrag über Datenphoenix veröffentlicht. [...]
Unerhört. Es ist aber war.
Wir haben sogar Festplatten wo alle Datenangeblich gerettet wurden von Fields Recovery, aber den erhöten Preis konnten die Kunden nicht bezahlen so wurde zurückverlangt. Der Kunde wurde stutzig wo er seiner Platte bekommen hatte und auf dem Deckel waren so um 5-6 sehr tiefe Dellen. Eindeutig von Hammerschlägen oder ähnliches.
Lageschaden war dran. Alles fest und nichts bewegte sich. Alles gestaucht und irreparabel. Kopf zurückgebogen, warscheinlich über eine Spalte.
Aber 100% rettbar gewesen.
Konnte der Kunde aber nicht mehr beweisen, weil er sein Packet zuhause schon aufgemacht hatte.
Mit freundlichen Grüßen,
Laszlo Palfalvi
S.O.D. – Datenrettung
Leider findet man solche Informationen im Netz immer erst dann, wenn es wahrscheinlich schon zu spät ist. Angeblich wurden meine Daten von dieser Firma gerettet, dies war schon ein ziemlich teurer Spaß, wobei mir preislich sogar entgegengekommen wurde. Nun warte ich allerdings seit Zahlung per Paypal am 08.07. auf die Rücksendung der Daten – habe nachdem ich den Konflikt gemeldet habe endlich eine Trackbacknummer erhalten und hoffe nun einfach, dass ich ein bißchen Glück habe und es den Herrschaften möglich war, simple Worddateien etc von der externen Festplatte runterzuholen. Aber ich habe nach deren Geschäftsgebaren ein wirklich schlechtes Gefühl und wäre traurig, wenn die Daten weg wären.
Lieber Admin,
kann der Username des oben stehenden Kommentars bitte anonymisiert werden, zum Beispiel in den hier benutzten Usernamen?
Danke.